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Donnerstag, 12. November 2015

Demenz



Für alle die vielleicht Interesse daran haben, hier ist noch ein kleiner Aufsatz über Demenz.  


  Demenz

Was ist Demenz? Und was Alzheimer?
Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungsbilder, die mit einem Verlust der geistigen Funktionen wie denken, erinnern und verknüpfen von Denkinhalten einhergehen und die dazu führen, dass alltägliche Aktivitäten nicht mehr eigenständig durchgeführt werden können. Dazu zählen unter anderem die Alzheimer-Demenz, die Vaskuläre Demenz, Morbus Pick und die Frontotemporale Demenz.

Formen der Demenz
Die häufigste Form der Demenzerkrankungen ist die Alzheimer-Demenz. Rund 60% aller Demenzerkrankungen werden durch eine Alzheimer-Demenz hervorgerufen. Bei dieser Krankheit gehen in bestimmten Bereichen des Gehirns, durch Störungen des Gleichgewichtes des Botenstoffs „Glutamat“ Nervenzellen zugrunde. Man spricht auch von einer neurodegenerativen Demenz.
Die Vaskuläre Demenz kann aufgrund von Durchblutungsstörungen entstehen. Bei dieser Form der Demenz kann es zu plötzlichen Verschlechterungen der Hirnleistung und zu schlaganfallartigen Symptomatik kommen.
Die Pick-Krankheit auch bekannt als Morbus Pick ist eine Form der Demenz, die bis dato wenig bekannt ist. Sie wurde im Jahr 1900 von dem Neurologen Arnold Pick erstmals entdeckt. Im Gegensatz zu der Alzheimer-Demenz, beginnt die Pick-Krankheit nicht mit einem schwindenden Gedächtnis. Auch die Orientierungsfähigkeit ist viele Jahre noch unbetroffen. Was das frühe Stadium der Pick-Krankheit eher Kennzeichnet, ist eine Veränderung der Persönlichkeitsstruktur, die häufig unsoziale und auffällige Verhaltensweisen mit sich bringt. Ebenso wie Morbus Alzheimer ist auch Morbus Pick nicht heilbar.




Die Frontotemporale Demenz ist eine Krankheit, bei der der Abbau von Nervenzellen zunächst im Stirn- und Schläfenbereich des Gehirns stattfindet. Von hier aus werden u.a. Emotionen und Sozialverhalten kontrolliert. Bei den meisten Patienten fallen zu Beginn der Erkrankung, Veränderungen der Persönlichkeit und des zwischenmenschlichen Verhaltens auf. Dazu können zählen: Aggressivität, Taktlosigkeit, maßloses Essen aber auch Teilnahmslosigkeit. Im Verlauf der Erkrankung entwickeln sich Störungen der Sprache die sich in Wortfindungsstörungen, Benennens Störungen, Sprachstörungen, Sprachverständnisstörungen und fehlendem Mitteilungsbedürfnis bis zum völligen Verstummen äußern. In dem weiteren Verlauf kommt es zur Beeinträchtigung des Gedächtnisses, die lange Zeit aber nicht so stark ausgeprägt ist wie bei der Alzheimer-Krankheit.

Verlauf der Alzheimer- Demenz
Bei Demenzerkrankten nimmt nicht nur das Erinnerungsvermögen ab, sondern auch die Fähigkeit klar zu denken und Zusammenhänge zu erfassen. Häufig ändert sich das Verhalten des erkrankten grundlegend.
In dem Anfangsstadium der Alzheimer-Demenz, treten erste geistige Defizite auf. Meist äußert sich dieses erste Stadium der Krankheit mit Vergesslichkeit und mit zeitlichen Orientierungsschwierigkeiten.
Das zweite Stadium der Alzheimer-Demenz, dass Moderate Stadium, äußert sich mit dem Verlust der geistigen Fähigkeiten. Es können schwindende Rechen- und Problemlösungsfähigkeiten, Handfertigkeiten, Erkennungsstörungen, Steigende Vergesslichkeit, Desorientierung, Sprachstörungen, Vernachlässigung der Hygiene und Wahnvorstellungen auftreten.
Bei dem letztem Stadium, das Schwere Stadium, spricht man von dem Verlust der Alltagskompetenz. In diesem Stadium der Krankheit, ist ein selbständiges Leben ohne Betreuung nicht mehr möglich. Das Schwere Stadium der Alzheimer-Demenz äußert sich durch den Gedächtniszerfall (auch das Langzeitgedächtnis ist betroffen), Mangelnder persönlicher Orientierung, Erkennungsstörungen, Sprachzerfall, Agnosie und Inkontinenz.  





Umgang mit dementiell erkrankten Menschen
v  Vermeidung plötzlicher Veränderungen in der täglichen Routine
v  Keine „Machtkämpfe“
v  Keine Überforderung des Kranken
v  Ruhig und geduldig bleiben
v  Den Respekt vor dem Kranken bewahren
v  Gefühle des Kranken ernst nehmen
v  Vermeidung sinnloser Diskussionen und Streit
v  Gelassen auf Gefühlsausbrüche des Kranken reagieren
v   Demenz-kranke nicht wie ein Kind behandeln und den Respekt vor seiner Person wahren
v  Für ein überschaubares und möglichst gleich bleibendes Umfeld sorgen und auf einen geregelten Tagesablauf achten
v  Die Fähigkeiten des Kranken nutzen und ihn in sinnvoll beschäftigen 

  -  Validation
Validation bedeutet „unbedingte Wertschätzung“ und ist eine Umgangstechnik, ferner eine Kommunikationstechnik, im Umgang dementiell erkrankten Menschen. Sie soll das Wohlbefinden und die Autonomie des Dementen durch das Normalitätsprinzip fördern d.h. die subjektive Wirklichkeit des Gegenübers wird so angenommen, wie sie vorherrscht. Validation ist eine Grundhaltung und keine Technik oder Therapie.
Wir unterscheiden die Validation in zwei der bekanntesten Formen.
v  Validation nach Naomi Feil
v  Integrative Validation nach Nicole Richards

*    Validation nach Naomi Feil
In der Theorie der Validation nach Feil, erweitern wir das Stufenmodell der psychosozialen Entwicklung nach Erikson. Durch diese Methode wird versucht ungelöste Konflikte vor dem Ableben des Patienten zu lösen um in „Ruhe sterben zu können“. Die Ziele dieser Methode liegen klar auf dem wiederherstellen des Selbstwertgefühls und die Reduktion von Stress. Es wird darauf geachtet ungelöste Konflikte aus der Vergangenheit zu lösen und einer Verhinderung des Rückzuges in das Vegetieren. Eine Verbesserung der verbalen und nonverbalen Kommunikation sowie die Reduktion chemischer und physikalischer Zwangsmittel.
Der Anwender der Validation nach Feil konzentriert sich auf die Gefühle oder Bedürfnisse seines Gegenübers. Zur Grundeinstellung des Anwenders gehören Respekt, Empathie und der Verzicht auf Wertung.

*    Integrative Validation nach Nicole Richards
Die integrative Validation nach Nicole Richards, dient nicht zur Bewältigung ungelöster Probleme sondern an der Orientierung der Gefühle der Betroffenen Person.
Die Ziele der Integrativen Validation nach Richards sind die Vermittlung praktischer Fähigkeiten, personenzentrierte Wertschätzung der Grundhaltung und die Verknüpfung von Aspekten wie die Körpersprache, Biographie Arbeit, basale Stimulation und Millieutherapie.
Das wichtigste Element der Integrativen Validation ist die Biographie und die Interaktion.  Es gibt verschiedene Methoden die angewendet werden.
                                                                                                                                            
v  Es gibt keine Fragen
v  Häufiges nutzen von Sprichwörtern, welche die aktuellen Situationen des betroffenen widerspiegeln
v  Sätze klar, einfach und direkt formulieren
v  Die Methode wird immer auf die gleiche Situation angewandt

Therapie
Bis heute ist eine ursächliche Behandlung von Demenzerkrankungen nicht möglich. Daher zielt die Behandlung einer an Demenz erkrankten Person darauf ab:
v  Alltagsrelevante Fähigkeiten möglichst lange zu erhalten
v  Die Versorgungssituation von Erkrankten und Angehörigen zu verbessern

Aktivierung und Anregung
Der Alzheimer-Kranke soll geistig und körperlich entsprechend seinen Vorlieben und Fähigkeiten gefordert, jedoch nicht überfordert werden. Um seine Beweglichkeit zu erhalten, können eine Physiotherapie oder auch allgemein aktivierende Tätigkeiten wie z.B. Spazieren, Schwimmen oder Tanzen nützlich sein.
Angehörige bzw. Pflegepersonal sollten den Patienten dazu anhalten, dass viele Aktivitäten noch eigenständig durchgeführt werden und der Patient nicht durch Verlernen alltäglicher Dinge verfrüht pflegeabhängig wird.


Medikamentöse Therapie
*    Therapie von Gedächtnis- und Denkstörungen bei Demenz
Die meisten einer Demenz zugrunde liegenden Erkrankungen sind prozesshaft fortschreitend, nur für wenige gibt es zugelassene Medikamente die jedoch die Krankheit weder beseitigen noch den Krankheitsverlauf beeinflussen können. Die bislang vor allem für die Alzheimer-Krankheit verfügbaren Medikamente, beschränken sich auf die Behandlung der Symptome und können im Optimalfall eine zeitweise Stabilisierung der Denkleistung und Alltagskompetenz bewirken.
Medikamente, die dem demenztypischen Verlust von denk- und gedächtnisbezogenen (= kognitiven) Fähigkeiten entgegenwirken sollen, nennt man Antidementiva (oder auch Nootropika, dieser Begriff wird jedoch uneinheitlich verwendet und ist daher schwammig).



*    Therapie von Störungen des Erlebens und Verhaltens bei Demenz
Bei allen der Demenz zugrundeliegenden Erkrankungen können neben der Beeinträchtigung des Denkens und des Gedächtnisses auch Störungen im Erleben und Verhalten auftreten (auch als "nicht-kognitive Symptome" oder "herausforderndes Verhalten" bezeichnet), z.B. Depression, Aggression oder Angst. Häufig entstehen Angst, Depression und Aggression als Abwehrverhalten bzw. Reaktion auf das Verlusterleben, das mit der Erkrankung einhergeht.
v  Antidepressiva: Sammelbegriff für eine Gruppe von Medikamenten, die hauptsächlich bei Depression, aber auch bei Angst- und Zwangssymptomen eingesetzt werden
v  Neuroleptika: Sammelbegriff für eine Gruppe von „Nervendämpfungsmitteln“, die beruhigend wirken und häufig bei wahnhaftem Erleben oder Halluzinationen eingesetzt werden
Es kann vorkommen, dass die nicht-kognitiven Symptome die kognitiven Symptome verstärken, z.B. kann eine Depression die Gedächtnisleistung negativ beeinflussen. So ist es durchaus möglich, dass sich durch die Behandlung der Depression auch die kognitive Leistung verbessert.





 Ursachen
Die Ursache der Alzheimer-Krankheit ist das Absterben von Gehirnzellen, was z.B. in einem Computertomogramm als Schrumpfung des Gehirns erkennbar werden kann. Wie es dazu kommt, ist noch immer nicht vollständig geklärt. Doch man weiß inzwischen, dass sich im Laufe der Krankheit immer mehr der bereits von Alois Alzheimer(Alois Alzheimer war ein deutscher Psychiater und Neuropathologe und beschrieb als erster eine Demenzerkrankung, die nach ihm, bis heute Alzheimer-Krankheit genannt wird) beschriebenen Eiweiß-Spaltprodukte – Amyloide genannt – im Gehirn ablagern. Sie behindern die Reizübertragung zwischen den Nervenzellen, die für Lernprozesse, Orientierung und Gedächtnisleistungen unerlässlich ist.

Alter und Gesundheit



Nu is es wieder soweit....ein neuer Tag...wieder sitze ich vor dem PC und erarbeite mir einen neuen Aufsatz für die Qualifiezierung zum Betreuungsassistenten nach §87b...

Alter und Gesundheit
Alterstypische Veränderungen und deren Folgen/Auswirkungen

Vorwort:

Mir gehen da viele Fragen durch den Kopf wenn ich an das Alter oder ans Altern denke.
Ab wann ist man alt?
Oder welches sind die ersten Anzeichen des Alterns?!
Kann man das überhaupt genau bestimmen?!
Ist man alt, wenn man graue Haare hat oder die ersten Fältchen sich im Gesicht bilden?
Oder liegt das alles doch nur an dem biologischen Alter? ...oder doch eher wie alt man sich fühlt?
Viele Fragezeichen tun sich auf…und es werden immer mehr umso länger ich darüber nachdenke.

Was ist altern?

Den ersten Absatz beginnen wir mal damit, den Unterschied zwischen Alter und altern festzulegen. In der Fachliteratur wird klar zwischen Alter und altern unterschieden. Altern ist der Prozess des Altwerdens, während Alter jeden Lebensabschnitt in unserem Leben beschreibt.

Alterserscheinungen

Alterserscheinungen kennt jeder von uns.
Wir werden schließlich alle älter.
Dabei verändern sich natürlich auch der Körper und der Geist eines Menschen.
Wir wollen aber hier nicht über die Pubertät oder dergleichen sprechen.

Jeder von uns hat doch schon, salopp gesagt, von den Alterserscheinungen der Senioren gehört.
Die Typischen Formen die wohl jeder kennt sind:

*      Nachlassen der Seh- und Hörfähigkeit
*      Haarausfall oder ergrauen
*      Abnahme von Muskelmasse
*      Eine Erhöhung der Anfälligkeit, Verletzlichkeit
*      Verwirrtheit

Nun …ganz so einfach machen wir uns das hier aber nicht.

Die Fähigkeit, zum Beispiel, Informationen aufzunehmen und zu verarbeiten nimmt zwar im Alter ab.
Was aber durch die im Laufe des Lebens erworbene Erfahrungs- und Wissensbestände aufgewogen wird.

Wir unterscheiden beim Alter 3 Lebensabschnitte:

*      Die Kindheit und Jugend (Bildungsphase)
*      Das Erwachsenenalter (Erwerbstätigkeits- Familienphase)
*      Und das Alter (Ruhephase)

Ab wann die Ruhephase beginnt, ist in der Bundesrepublik durch das Renteneintrittsalter (65 Jahre) festgelegt.

Es gibt noch das vierte Lebensalter.
Das aus einer biologisch-medizinischen Perspektive heraus, mit einer deutlichen Zunahme von physischen und psychischen Erkrankungen einher geht und beginnt mit etwa 80-85 Jahren.

Gesundheit im Alter

„Wer nicht jeden Tag etwas Zeit für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages viel Zeit für die Krankheit opfern“
Sebastian Kneipp, 1821-1897, Hydrotherapeut, Namensgeber der Kneipp-Medizin

Altern ist ein normaler physiologischer Prozess und keine Krankheit, obwohl bestimmte gesundheitliche Beeinträchtigungen, chronische Erkrankungen oder Behinderungen mit einem hohen Lebensalter einhergehen können. Die Anfälligkeit für Erkrankungen und Einschränkungen steigt mit zunehmendem Lebensalter.

*      Je älter Menschen sind, desto geringer ist ihre Fähigkeit des Organismus auf Krankheitserreger zu reagieren
*      Ältere Menschen waren oftmals jahrzehntelanger gesundheitsschädigender Exposition ausgesetzt, die das Risiko für sukzessive Organschädigungen und damit einhergehende Erkrankungen erhöht ( dauerhafte Lärmeinwirkung kann z.B. zu Hörverlust oder gesundheitsschädigendes Verhalten wie rauchen zu chronischer Bronchitis oder Lungenkrebs führen
*      Einige chronische Krankheiten treten bereits im mittleren Lebensalter auf, bestehen daher im Alter weiterhin oder können zu Folgeerkrankungen führen. Diabetes mellitus beispielsweise kann im Alter zu Arteriosklerose führen und damit die Auftrittswahrscheinlichkeit für Herzinfarkt oder Nierenversagen begünstigen. Osteoporose ist die Abnahme von Mineralstoffen im Knochen. Die Knochen werden dadurch weniger belastbar, was wiederum die Wahrscheinlichkeit für Knochenbrüche ansteigen lässt



 Das Altwerden und die Auswirkungen auf unseren Körper

Jeder von uns altert, mit jedem Tag jenseits des 30. Lebensjahres nehmen unsere Körperlichen Reserven langsam ab.

Körperliche Veränderungen

Während bis ca. zum 30. Lebensjahr das Zehnfache an Reserven vorhanden ist, um ein Funktionieren des Körpers zu gewährleisten, nehmen diese Reserven danach langsam ab, ohne dass deshalb sofort eine Krankheit ausbrechen müsste. Die Abnahme der Leistungsfähigkeit kann bei jedem Menschen und selbst jedem Organ und Organsystem wie Herz und Kreislauf, Atemtrakt oder Verdauungssystem unterschiedlich schnell erfolgen.
Sie kann zum körperlichen Zusammenbruch führen, ohne dass eine spezifische Krankheit vorliegt, aber umgekehrt kann man sich auch bis ins hohe Alter vital und fit fühlen.

Herz-Kreislauf-System

Während das Herz unter Belastung bei 20-Jährigen 200x pro Minute schlägt, kann das Herz bei 85-Jährigen nur ca. 170x pro Minute schlagen. Daneben nimmt die Elastizität der Blutgefäße ab und der Blutdruck steigt leicht an. Auch Herzrhythmusstörungen werden häufiger, weil sich Kollagen in das Erregungsleitungssystem einlagert.

Atemtrakt

Die feine Struktur der Lungenbläschen wird im Alter gröber.
Dadurch wird das Lungengewebe weniger elastisch und die Atemwerte sowohl für die Ein- als auch für die Ausatmung verschlechtern sich.
Das führt dazu, dass weniger Sauerstoff ins Blut aufgenommen wird und der Körper schlechter auf Belastungen reagieren kann. Das Lungengewebe wird anfälliger für Lungenentzündungen und die COPD(Chronisch obstruktive Lungenerkrankung)

Magen-Darm-Trakt

Der Schluckmechanismus und die Magenentleerung verschlechtern sich, die Darmwand im Dickdarm wird durchlässiger für Divertikel.

Blut & Immunsystem

Zwar wird das Knochenmark, das ja für die Blutbildung zuständig ist, im Alter zunehmend durch Bindegewebe ersetzt, rote Blutkörperchen werden aber trotzdem genügend gebildet. Anders sieht es mit einigen Immunzellen aus: Ihr Anteil sinkt im Alter um ca. ein Viertel, was sich negativ auf die Abwehrfunktionen auswirkt.




Gehirn und Nerven

Nach dem 60. Lebensjahr schrumpft das Gehirn um bis zu 6%, ausgeprägt sind Veränderungen in Bereichen, die für die Motorik, das Sehen und Sprechen zuständig sind. Während Gedächtnis, Merkfähigkeit und geistige Beweglichkeit abnehmen, nimmt die Fähigkeit der inhaltlichen Ausgestaltung des Denkens im Alter zu.

Sinnesorgane

Sowohl Geruch und Geschmack als auch Sehen, Hören und Gleichgewichtssinn nehmen im Alter ab. Auch Hunger und Durst werden weniger wahrgenommen.

Knochen & Muskeln

Knochen- und Knorpelstrukturen werden schlechter aufgebaut, die Knochenbrüchigkeit nimmt zu.
Muskelmasse und damit auch Muskelkraft nehmen ab und führen zu verlangsamten Reaktionen

Haut

Die Haut wird im Alter schlechter durchblutet, Schweiß- und Talgdrüsen produzieren weniger Sekret. Dadurch wird die Haut anfälliger für Verletzungen und Infektionen und heilt nicht mehr gut ab.

Welche Probleme sind am häufigsten?

Viele Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall treten im Alter zwar häufiger auf als in jüngeren Jahren, sie sind aber keine typischen Alterserscheinungen.
Anders sieht es mit Krankheitszeichen aus, die auftreten, wenn mehrere Organsysteme durch Alterserscheinungen in ihrer Funktion eingeschränkt sind und es am Zusammenspiel zwischen Gehirn, Nerven und Muskeln hapert.

Die Folgen können sein:

*      Inkontinenz
*      Sturzgefahr
*      Gangstörungen
*      Schwindel
*      Demenz
*      Mangelernährung

Natürlich sind diese Beispiele kein muss.
Es ist wichtig sich schon in früheren Jahren, viel zu bewegen, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und viel Flüssigkeit zu sich zunehmen.


Der Alterungsprozess

Mit dem Alter lassen verschiedene Körperfunktionen allmählich nach, ein Prozess der schon im zweiten Lebensjahrzehnt deutlich einsetzt.
Bekanntestes Beispiel ist wohl der Griff zur Lesebrille, der ab der zweiten Lebenshälfte immer häufiger erfolgt.

Viele ältere Menschen sehen und hören schlechter, und durch den fortschreitenden Abbau von Muskelmasse lassen Kraft und Beweglichkeit nach.
Regelmäßige und gezielte körperliche und geistige Aktivitäten beeinflussen den natürlichen Alterungsprozess positiv.
Insbesondere Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit sowie geistige Beweglichkeit können positiv bis ins höchste Alter durch Übungen beeinflusst werden.

Die Anpassungs- und Kompensationsfähigkeit des gesunden alternden Organismus stößt jedoch selbst unter optimalen Bedingungen irgendwann an ihre Grenzen.
Der menschliche Organismus altert in allen Bereichen. Das bedeutet, dass sich im Laufe des Lebens sämtliche Parameter mehr oder weniger kontinuierlich verschlechtern.

Der Alterungsprozess verläuft von Mensch zu Mensch sehr verschieden. Wie sich das Altern eines Menschen gestaltet, hängt erstens von seiner genetischen Veranlagung ab. Zweitens wird es entschieden von einer Vielzahl externer Faktoren  
(Ernährung, Bewegung, Einwirkung toxischer Substanzen etc.) geprägt.

Mit Beginn des vierten Lebensjahrzehnts beginnt sich der Abbau physiologischer Funktionen zu beschleunigen.
Die Funktionellen Reserven der Organe wie Herz, Lunge, Nieren, Leber, Gefäß- und Immunsystem nehmen jährlich um durchschnittlich 1,5% ab.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass nicht das kalendarische Alter maßgeblich für die Leistungsfähigkeit ist, da innerhalb einer Altersgruppe zum Teil enorme Leistungsunterschiede festgestellt werden können.
Das individuelle Leistungsvermögen hängt stark vom körperlichen und auch vom mentalen „Trainigszustand“ der jeweiligen Person ab.

 Je älter die Menschen werden, desto ausgeprägter sind die Unterschiede im Alterungsprozess sichtbar.
Die Funktionseinbußen nehmen immer rascher zu, der Organismus wird verletzlicher.
Die Anfälligkeit für Krankheiten nimmt zu, die Krankheitsverläufe sind ungünstiger.
Zudem haben akute Krankheiten weiter reichende Folgen als bei jüngeren Menschen.





Altersbedingte Veränderungen der Organfunktionen


          Organ/System                                 Altersbedingte                                      Mögliche Folgen                                                                                                                                      l                                                                   Veränderungen                         altersbedingter physiologischer  V                                                                                                                                    Veränderungen
Allgemein
Zunahme des Körperfetts
Die Aufnahme und Wirkung von Medikamenten kann dadurch beeinflusst werden

Abnahme der Körperflüssigkeit


Abnahme der Muskelmasse


Abnahme des Grundstoffwechsels


Abnahme der Temperaturregulation
Kann zu unbemerkter Unterkühlung führen
Sinnesorgane
Augen: Alterssichtigkeit, Linsentrübung
Beeinträchtigt der optischen Wahrnehmung

Ohren: Hochtonverluste
Das einzelne gesprochene Wort wird schlechter unterschieden und verstanden, besonders bei Hintergrundgeräuschen

Abnehmender Tastsinn



Veränderter Geruchs- / Geschmackssinn


Atmung/Lunge
Abnahme der Lungenelastizität
Atmung erschwert und weniger effektiv


Zunehmende Steifheit des Brustkorbes
Abnehmender Sauerstoffpartialdruck

Herz-Kreislaufsystem
Abnehmende Anpassung der Arterien
Kreislaufregulationsstörung


Zunehmender systolischer und diastolischer Blutdruck
Belastung kann oft nur über Herzfrequenzsteigerung aufgefangen werden


Verzögerte Blutdruckregulation



Einschränkung des Herzschlagvolumens


Bewegungsapparat
Skelettmuskel nimmt ab
Geringere Beweglichkeit und Kraft


Bänder, Muskeln, Sehnen weniger dehnbar
Anfälligkeit für Knochenbrüche steigt

Abnahme des Mineralstoffgehalts der Knochen


Gelenkbeweglichkeit nimmt ab

Nahrungsaufnahme/Verdauung
Mundhöhle / Zähne: Verlust
Kaufunktion eingeschränkt

Anzahl der Geschmacksknospen reduziert
Appetitlosigkeit, Gefahr der Fehl- und Mangelernährung

Magen-Darmtrakt: Sekretion der Speicheldrüsen, Magen, Pankreas nimmt ab bzw. verändert sich

Urogenitaltrakt
Durstgefühl nimmt ab, Sättigungsperzeption zu
Gefahr von unzureichender Flüssigkeitszufuhr

Harnblase: Tonus nimmt zu, Fassungsvermögen ab
Verkürzte Drangzeiten und häufiges Urinieren

Niere: Glomuläre Filtrationsrate nimmt ab, renaler Natriumverlust
Erhöhter Wasserverlust (Schwitzen, Diuretika) Mangelnde Ausscheidung einzelner Medikamente

Prostatavergrößerung

Haut
Atrophie, Schwund des subkutanen Fettgewebes
Verlangsamte Wundheilung

Abnahme und veränderte Struktur des kollagenen Bindegewebes, verminderte Durchblutung der Lederhaut
Faltenbildung

Verminderte Talgdrüsenaktivität
Verminderte Hautfettung, trockene Haut

Verringerte Haarstärke


Haarverlust































Körperliche Verschlechterungen im Detail


Sehvermögen

Das Sehvermögen nimmt im Alter ab.
Ursächlich hierfür sind strukturelle Veränderungen am menschlichen Auge, die zu verschiedenen Funktionseinbußen führen. Die meisten altersbedingten Einschränkungen der menschlichen Sehkraft können durch die gleichzeitig stattfindenden Veränderungen von Hornhaut, Iris, Linse, Ziliarkörper und Netzhaut erklärt werden.
Die Sehschärfe ist abhängig von den Lichtverhältnissen. Da im Alter weniger Licht auf die Netzhaut gelangt, fällt es schwerer geringe Unterschiede zwischen hellen und dunklen Bereichen zu identifizieren.
Ursächlich hierfür sind die verringerte Pupillenöffnung und Eintrübungen der Linse mit zunehmendem Alter.
Die verminderte Kontrastwahrnehmung wirkt sich insbesondere beim Betrieb von Kraftfahrzeugen in Fahrsituationen mit geringem Kontrast negativ aus.

Etwa ab dem 55. Lebensjahr kommt es durch Veränderungen der Netzhaut auch zu Einengungen des Gesichtsfelds.
Der von einem Auge aus sichtbare Bereich der Umwelt wird kleiner.


Hörvermögen

Die Hörleistung wird durch die sogenannte Altersschwerhörigkeit eingeschränkt.
Bereits ab dem 30. Lebensjahr ist eine nachlassende Empfindlichkeit für hohe Frequenzen, besonders bei Männern feststellbar.

Zu einer deutlich ausgeprägten Altersschwerhörigkeit kommt es in der Regel erst ab dem 65. Lebensjahr durch zunehmende Abnutzungserscheinungen der Gehörrezeptorzellen und Absterben der Hörzellen. Vor allem mittelfrequente Töne.
Die Sprachwahrnehmung ist ebenfalls beeinträchtigt. Probleme treten häufig auf bei undeutlicher Aussprache, bei Hintergrundgeräuschen, zu schneller Sprechweise und bei synthetischen Stimmen.
Hochtönende, weiche Konsonanten und Konsonantengruppen werden teilweise erschwert und undeutlich wahrgenommen und häufig miteinander verwechselt.
Zusätzlich zu den beiden erstgenannten Beeinträchtigungen des Hörvermögens kann es im Alter verstärkt zu Problemen bei der Lokalisierung von geräuschquellen kommen.







Tastsinn

Ab dem 30. Lebensjahr nimmt die Anzahl funktionierender so genannter Meißnerscher Tastkörperchen und somit die Hautsensibilität langsam ab.
Dies führt zu einer Verminderung der Leistungsfähigkeit des Tastsinns im Alter

Deutliche Verschlechterungen in der taktilen Sensitivität treten lediglich bei ca. einem Viertel der älteren Menschen auf.
Sie sind in der Regel auf vaskuläre Erkrankungen zurückzuführen und nicht unbedingt als alterungsbedingte Veränderung anzusehen.


Geruchs- & Geschmackssinn

Obwohl diese „niederen Sinne“ in der Einschätzung der meisten Menschen im Vergleich zum Sehen und Hören einen geringeren Wert haben, bedeutet ihr Nachlassen eine deutliche Einschränkung der Umweltbeziehung alter Menschen.
Fehlernährung oder Appetitlosigkeit können die Folge sein.


Beweglichkeit

Bedingt durch strukturelle Veränderungen in Muskeln, Sehnen, Bändern, Knochen und Knorpel lassen die Beweglichkeit des Gelenksystems sowie die Elastizität der Wirbelsäule mit zunehmendem Alter nach.

Die Festigkeit und Beweglichkeit von Gelenken lässt ebenfalls nach, die Alterung der Bandscheiben führt zu Wirbelsäulenverkrümmungen.
Die Folge sind zunehmende Bewegungssteifheit und Ungelenkigkeit.

Besonders beim Greifen über Kopf, beim hinunterbücken, Aufstehen aus dem Sitzen und beim Gehen treten häufig Schwierigkeiten im Alter auf.
Schmerzen bei Bewegungsabläufen, verursacht durch typische rheumatische Krankheiten im Alter verstärken die Bewegungseinschränkungen zusätzlich.


Muskelkraft

Der Muskelapparat, das größte Organsystem des Menschen, lässt mit zunehmendem Alter ebenfalls in seiner Leistungsfähigkeit nach.
Geschuldet ist dies unter anderem der verringerten Sauerstoffzufuhr, einem herabgesetzten Testosteronspiegel und der Rückbildung von Muskelfasern im höheren Alter.
Bis zum 80. Lebensjahr verringert sich die Muskelmasse, die zur Aufrechterhaltung des Körpers und zur Fortbewegung dient, um ca. 30% im Vergleich zu 30-Jährigen.
Zusätzlich verringert sich die maximale Kraft der einzelnen Muskelfasertypen.


Was für einen Schluss können wir nun aus diesem Aufsatz ziehen?
Das älter werden ist eine spannende Sache die wir alle durch machen müssen.
Angst vor dem älter werden sollte man nicht haben…aber sich frühzeitig darauf vorzubereiten ist eine gute Idee.
Also viel Bewegung, eine Gesunde und ausgewogene Ernährung und den Kopf nicht außer Acht lassen.